Demontage und Sprengung

Die Fabrik, die am 12. April 1945 ihre Produktion eingestellt hat, nahm auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) die Produktion jetzt ausschließlich für zivile Zwecke (vor allem Kochtöpfe und Pfannen), teilweise wieder auf. Parallel zur Weiterproduktion wurde mit der Demontage begonnen. Ein Teil der Maschinen und Anlagen blieben in Waren und kamen ins „Eisenwerk“ in der Teterower Str. in Waren, ein weiterer Teil wurde für den Aufbau der Neptun-Werft nach Rostock geliefert. Die Betriebsunterlagen, wie Pläne, Zeichnungen und der Rest an Maschinen und Anlagen wurden nach Magnitogorsk, Sibirien, gebracht, um dort ein ähnliches Werk aufzubauen. Auch technische Zeichner und andere Fachkräfte mussten mit hinter den Ural, das Werk aufbauen.
Nach Beendigung der Demontage wurde das Werk gesprengt. Das Verwaltungsgebäude blieb stehen und wurde bis in die 60iger Jahre als Weiterbildungseinrichtung für die Ausbildung in bautechnischen Berufen sowie als Kreisparteischule der SED genutzt.