+49 (0) 3991 1537-0
Tag der Demokratiegeschichte 2026: Waren zur Zeit des NS-Regimes und der DDR-Diktatur
Ort: RBB Waren (Müritz) / Stadtgeschichtliches Museum Waren (Müritz)

Vor dem Hintergrund des ersten bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, verbindet diese Veranstaltung zwei zentrale Epochen der deutschen Geschichte, in denen diktatorische Elemente tonangebend waren und aus denen die Demokratie sich erst nach Widerstand und langem Konflikt entwickelte. Demokratie in Deutschland ist keine von Grund auf gegebene Selbstverständlichkeit, kein Axiom, sondern ein hart erkämpftes Gut, welches ein friedliches und florierendes Miteinander möglich macht. Diese Veranstaltung soll aufzeigen, wie dies in verschiedenen diktatorischen Realitäten nicht möglich war und wie Menschen unter diesen Realitäten litten.
Die Veranstaltung beginnt am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum in Waren (Müritz) mit einer kurzen Einführung, gefolgt von einem gemeinsamen Aufsuchen mehrerer Stolpersteine, welche in den vergangenen Jahren für die Opfer der NS-Zeit gelegt worden waren. Hierbei sollen die Teilnehmenden mit Hilfe der neuen App ‘Stolpersteine digital‘ die Schicksale mehrere Personen erforschen, die zur NS-Zeit in Waren lebten und durch das Regime verfolgt und getötet wurden. Hierbei soll sowohl auf die Einzelschicksale als auch auf den größeren historischen Kontext eingegangen werden. Die Lebensrealitäten unter diktatorischen Systemen sind hierbei das zentrale Element.
Der zweite Teil dieser Veranstaltung richtet seinen Fokus dann auf das Leben während der DDR-Diktatur. Hierzu werden die Teilnehmenden in das Stadtgeschichtliche Museum der Stadt Waren (Müritz) geführt, wo zu diesem Zeitpunkt die Ausstellung 'Frauen im geteilten Deutschland' der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu sehen sein wird. Vor diesem Rahmen sollen die Teilnehmenden dann aktiv an einem Zeitzeugengespräch teilnehmen. Als Zeitzeugin ist Frau Christiane Scherfig eingeladen, welche selbst in der Friedlichen Revolution von 1989 in der Region aktiv war und welche mit den Teilnehmenden über das Leben in der DDR sprechen wird. Besonders im Fokus sollen hierbei die Einschränkungen im täglichen Leben aber auch die Rolle der Frauen während der DDR-Zeit stehen. Darüber hinaus soll beleuchtet werden, wie sich Menschen gemeinsam gegen das diktatorische Regime auflehnten und für demokratische Reformen engagierten. Abgerundet wird die Veranstaltung dann mit einer Besichtigung der Ausstellung und einem kleinen Imbiss.
Anbei das komplette Programm als PDF mit allen Infos: